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Stadtverwaltung Alzenau

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Aktuelles

  • Altmetall- und Wertstoffsammlungen

Immer wieder sind die durch den Landkreis beauftragten Wertstoffsammlungen, insbesondere von Altholz, Altmetall und Elektrogeräten Anlass für Ärger und Unstimmigkeiten.
Zum Einen werden in letzter Zeit wieder häufiger Elektrokleingeräte wie Staubsauger oder sperriger Restmüll wie Polster- oder Gartenmöbel und Bodenbeläge bei dieser Sammlung bereitgestellt. Da hierbei jedoch nur Wertstoffe, die zu einer der namensgebenden Kategorien Altholz, Altmetall oder Elektrogroßgeräte gehören mitgenommen werden, bleibt der Rest an der Straße stehen und muss von den Grundstückseigentümern oder Mietern wieder zurückgestellt und über die Sperrmüllabfuhr auf Abruf oder den Kreisrecyclinghof beseitigt werden.
Zum Anderen geht Ärger von gewerblichen Sammlern aus, die von den Bürgern eigentlich für die Landkreissammlung bereitgestellten Wertstoffe einsammeln. Weil sie nur an den ertragreichsten Dingen interessiert sind, werden oft z. B. Elektrogeräte zerlegt, teilweise auseinander geschraubt und ein wilder Haufen nicht mehr brauchbaren Unrats hinterlassen, der entsorgt werden muss.

Gar nicht erlaubt ist das Sammeln von gefährlichen Abfällen wozu auch Autobatterien, Kühlgeräte und Bildschirme gehören sowie generell von Elektro- und Elektronikgeräten ohne die erforderlichen Genehmigungen.
Zudem ist die Wegnahme von Wertstoffen durch private Sammler am Sammlungstermin ohne Zustimmung des Bereitstellenden eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld belegt werden kann. Wer die Möglichkeit hat, sollte daher, einer Wegnahme von bereitgestelltem Altmetall bzw. Elektrogroßgeräten nicht zustimmen oder die beobachtete Wegnahme (möglichst mit Autokennzeichen) als Diebstahl melden.

Denn durch diese illegale Wegnahme von Wertstoffen gehen dem Landkreis Aschaffenburg Vermarktungserlöse verloren, die ansonsten den Gebührenhaushalt entlasten und letztendlich allen Bürgern des Landkreises zu Gute kommen würden.

Wer sicher gehen will, dass seine Wertstoffe in die richtigen Hände geraten hat die Möglichkeit, diese direkt an den Recyclinghöfen der Gemeinden (Altholz, Altmetall und Elektrokleingeräte) sowie beim Kreisrecyclinghof in der Obernburgerstraße 25, Aschaffenburg-Nilkheim (Altholz, Altmetall, Elektrogroß- und –kleingeräte und Bildschirme) oder der Firma Werner in Goldbach, An der Lache 1 (alle Elektrogeräte, auch Fernseher und Bildschirme sowie Energiesparlampen) kostenlos abzugeben.
Der Landkreis arbeitet derzeit an Strategien, wie das Absammeln von Wertstoffen durch Dritte sicher verhindert und geahndet werden kann.



  • Solarbundesliga

Die Solarstadt Alzenau nimmt an der Solarbundesliga teil. In dieser Liga sind unter www.Solarbundesliga.de Gemeinden aufgeführt, deren Bürger möglichst viele Fotovoltaikanlagen und Solarthermieanlagen auf ihre Dächer gesetzt haben und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Derzeit liegt die Stadt mit 179 Punkten bei den Kleinstädten auf Platz 94 von 553 Teilnehmern und auf Platz 1 im Landkreis Aschaffenburg. Wir sind sicher, dass Alzenau weiter nach vorne rücken kann, wenn alle Bürger ihre Anlage melden. Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung. Bitte melden Sie Ihre Fotovoltaikanlage  mit der Gesamtleistung und/oder die Fläche der solarthermischen Kollektoren an die Umweltabteilung telefonisch unter 06023/502911 oder per E-Mail an neumann.michael@alzenau.de oder über www.solarstadt.de.
Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.


  • Erfolgreicher Krötenschutz

Seit 1992 errichten die Mitglieder des Vereins für Natur- und Vogelschutz gemeinsam mit der städtischen Umweltabteilung einen Krötenzaun in Wasserlos an der Zufahrt zum Hotel Schloßberg. Damit wird verhindert, dass alljährlich mehrere hundert Amphibien auf ihrem Weg zu den Laichtümpeln überfahren werden. Je nach Witterung wandern die Lurche von Ende Februar bis Anfang April zu den Teichen am Fuße der Weinberge, um dort ihre Eier abzulegen. In diesem Jahr begann die Wanderung am 10. März und zog sich bis zum 6. April, unterbrochen durch zwei Kälteeinbrüche.
Am Krötenzaun fallen überwiegend Erdkröten in die eingegrabenen Eimer, aber auch Bergmolche, Grasfrösche, Fadenmolche und Feuersalamander werden aus den Eimern aufgesammelt, sicher zum Laichgewässer gebracht und dort am Ufer abgesetzt. Von 1992 bis 1995 musste ein Rückgang der Krötenpopulation festgestellt werden. Nur noch 97 Kröten konnten 1995 umgesetzt werden. Danach ging es aufwärts mit der Anzahl der Kröten. Nach dem Rekordjahr 2010 mit 1229 eingesammelten Erdkröten und 12 Feuersalamandern wurden in diesem Jahr 821 Erdkröten und 20 Feuersalamander zum Laichgewässer umgesetzt. Die Helfer freuen sich über den Erfolg ihres Einsatzes. Insgesamt konnten seit Beginn der Aktion über 10.000 Amphibien vor dem Straßentod gerettet werden.

  • Vogelschutz und Pflanzenschutzmittel

Singvögel fressen große Mengen Insekten, Raupen und Läuse, vor allem während der Brutzeit. Sie leisten dadurch einen erheblichen Beitrag zur Reduktion der Pflanzenschädlinge. Deshalb versuchen viele Gärtner durch Anbringen von Nistkästen, Vögel im eigenen Garten anzusiedeln.
Leider kommen immer wieder ganze Bruten durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ums Leben. Deshalb werden im naturnahen Kleingarten keine chemischen Pflanzenschutzmittel angewendet, denn diese stellen einen tiefgreifenden Eingriff in den Naturhaushalt dar und gehen schließlich in die Nahrungskette ein, an deren Ende der Mensch selbst steht.
Besser ist es deshalb, ein Gleichgewicht zwischen „Nützlingen“ und „Schädlingen“ zu schaffen, indem man Marienkäfer, Ohrwürmer und Laufkäfer fördert, anstatt zur Giftspritze zu greifen.


  • Folgenschwere "Fehlwürfe"

Die richtige Trennung am Altglascontainer erspart den Aufbereitern und Glashütten viel Zeit, Mühe und Ärger. Alte Glühbirnen, kaputte Fensterscheiben oder ausgediente Neonröhren – sie bestehen alle aus Glas und sind im Altglascontainer doch völlig fehl am Platz. Wer denkt, er unterstützt das umweltfreundliche Recycling, indem er dieses Altglas in den Container wirft, irrt sich leider gründlich. Denn ausgebrannte Glühbirnen enthalten zum Beispiel einen Metallfaden, der bei der Glasproduktion stört. Auch Fensterglas und Autoglas wurden Bestandteile hinzugefügt, die sich nicht mit dem Behälterglas vertragen. Bei den Fensterscheiben sind es wärmeisolierende Schichten, beim Autoglas ist es ein Kunststoffüberzug. Neonröhren wiederum haben ein komplexes chemisches Innenleben und zählen zu Sondermüll.
Damit ist die Liste der Glasprodukte, die aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit in den Altglascontainer geworfen werden, jedoch noch nicht komplett. Kristallglas – es findet sich in Lüstern und alten Trinkgläsern – enthält ein Oxid, das einfallendes Licht anders bricht. Wird Kristallglas eingeschmolzen, beeinträchtigt es die Qualität anderer Gläser. Es gehört daher ebenso wenig zum Altglas wie Ceran, Pyrex oder Laborglas. Diesen Gläsern wurden Boroxide zugesetzt, damit sie besonders hohen Temperaturen widerstehen. Gerade deswegen lösen sie sich später in der Glasschmelze nicht vollständig auf.

Selbstverständlich müssen auch Monitore und Fernseher gesondert entsorgt werden. Diese werden zweimal jährlich eingesammelt. Genauso wie Drahtglas, das fest eingebundene Metalldrähte enthält, die einer speziellen Aufbereitung bedürfen, um sie zu entfernen.
Besonders tückisch sind Scherben aus Keramik, Steingut und Porzellan (KSP). Schon eine Menge ab 25 Gramm pro Tonne Glasscherben kann teuren Ausschuss bei der Produktion von Glasflaschen verursachen. Der Grund: KSP kann beim Schmelzprozess nicht aufgeschmolzen werden und führt zu Einschlüssen im Glas. Deswegen wird KSP in den Aufbereitungsanlagen mit modernsten High-Tech-Geräten aufgespürt und entfernt. Besser ist es aber, die KSP - Stückchen gelangen gar nicht erst in den Altglascontainer.
Und wo können die hier aufgeführten Glas- und KSP-Produkte nun umweltgerecht entsorgt werden? In den Restmüll gehören Glühbirnen, alle Ton- und Keramikgefäße gehören in den Bauschuttcontainer, Ceran, Pyrex und Laborglas kann zum Recyclinghof gebracht werden. Ebenfalls auf den Wertstoff- oder Recyclinghof kommen Fensterglas, Autoglas und Drahtglas.
Energiesparlampen und Neonröhren werden bei der Sondermüllsammlung angenommen.

  • Bodenprobe

Die meisten Hausgärten sind immer noch übergedüngt. Dies zeigen die Ergebnisse der jüngsten Bodenprobenaktion. Untersucht wurden in diesem Jahr 15 Proben auf ihren Phosphat-, Kali- und Magnesiumgehalt sowie auf den pH-Wert. 60 Prozent der Proben enthielten zu viel Phosphat. Bis zu 91 mg pro 100 g Boden wurden gemessen. Mit 25 mg Phosphat wäre der Boden ausreichend versorgt.

Der Kaligehalt war bei 27 Prozent der Proben erhöht, bei 15 Prozent der Proben zu niedrig. Werte bis zu 65 mg pro 100 g Boden wurden gemessen. Optimal gedüngt wäre ein leichter Boden mit 16 bis 25 mg. Bei 60 Prozent der Proben war der Gehalt optimal.
Der Magnesiumgehalt sollte für sandige Böden bei 5 bis 7 mg pro 100 g Boden liegen. Bei 40 Prozent der Proben wurden erhöhte Werte gemessen, bis zu 25 mg. Bei nur einer Probe war der gemessene Wert im Optimum.
Der pH-Wert war bei 11 Bodenproben zu hoch, bei zwei Proben zu niedrig.

Entsprechend fielen auch die Düngeempfehlungen, besser gesagt die „Nicht-Düngeempfehlungen“ aus: Ein zu hoher Kaligehalt beeinträchtigt die Versorgung mit Magnesium und beeinflusst die Entwicklung der Pflanze negativ. Es sollten darum bitte vorerst keine organischen oder mineralischen Volldünger verwendet werden, 3 Jahre Düngepause bei Kaligehalt über 60 mg pro 100 g Boden.

Sehr hohe Phosphatgehalte mindern die Versorgung mit den Spurenelementen Eisen und Kupfer und beeinträchtigen dadurch das Wachstum. Eine Verwendung von organischen oder mineralischen Volldüngern oder Phosphateinzeldüngern sowie auch Stallmistgaben sollte zunächst unterbleiben, 4 Jahre Düngepause bei Phosphatgehalt über 60 mg.
Zum sorgsamen Umgang mit der Natur gehört auch, Gärten umweltgerecht zu düngen. Die Düngeempfehlung berücksichtigt deshalb das Ergebnis der Bodenuntersuchung des Gartens und den Nährstoffbedarf der Gartenpflanzen. Zu hohe Nährstoffgehalte beeinträchtigen nicht nur das Wachstum der Pflanzen, sondern führen auch zur Verunreinigung des Grundwassers.
Die Umweltabteilung der Stadt wird im Herbst wieder eine Bodenprobenaktion durchführen

  • Regenwassernutzungsanlagen

Hier finden Sie die Richtlinien der Stadt Alzenau zum Bau von Regenwassernutzungsanlagen


  • Zuschüsse für Obstbaumpflanzung

Streuobstbestände sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Die Stadt Alzenau versucht den Lebensraum „Streuobstbestand“ zu erhalten, indem jährlich neue Hochstamm-Obstbäume gepflanzt werden. Pflanzen Sie deshalb auf Ihrem Grundstück einen Hochstamm-Obstbaum. Die Stadt Alzenau zahlt Ihnen einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent, wenn der Baum in Alzenau oder einem Stadtteil gepflanzt wird. Zuschussanträge erhalten Sie in der Umweltabteilung der Stadt, Brentanostr. 3.

  • Umweltpreis

Alzenau ist eine Stadt im Grünen. Ein hoher Waldanteil, eine vielfältig gegliederte Landschaft schaffen einen Lebensraum, der für viele Menschen attraktiv ist. Die Zugehörigkeit zum Ballungsgebiet Rhein-Main mit hohen Luftbelastungen, einer überdurchschnittlichen Besiedlungsdichte, hohem Verkehrsaufkommen sowie starken Beeinträchtigungen durch Naherholungsaktivitäten gefährden die natürlichen Lebensgrundlagen.
Die Stadt Alzenau bemüht sich, diese natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Der Umweltbericht gibt einen Überblick  über die Aufgaben und Maßnahmen im Bereich von Natur- und Landschaftsschutz, Bodenschutz und Trinkwassersicherung, Waldpflege und Waldumbau, Verkehrsberuhigung und Verkehrsentlastung, Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung.
Die Arbeit der städtischen Umweltabteilung allein kann jedoch nicht ausreichen. Wir freuen uns über den Einsatz vor allem von Jugendlichen, Jugendgruppen oder Schulklassen, die erkannt haben: Der Schutz unserer Umwelt ist Aufgabe jedes Einzelnen. Wir wollen sie ermutigen zum Weitermachen, andere wollen wir anregen, ihrem Beispiel zu folgen.
Die Stadt Alzenau verleiht deshalb jährlich einen Umweltpreis. Er soll eine Anerkennung sein für einen tätigen Einsatz im Stadtgebiet, der mittelbar oder unmittelbar dem Schutz und der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen (z.B. Landschafts- und Naturschutz, Bodenschutz, Gewässerschutz usw.) zugute kommt und anderen als Beispiel dienen kann.
Umweltpreis - wer kann mitmachen?
Bürgerinnen und Bürger, besonders aber Kinder und Jugendliche, die hier in Alzenau wohnen, arbeiten, zur Schule gehen. Neben Einzelpersonen können sich auch Vereine, Belegschaften von Betrieben, Schulklassen, Kindergärten, Jugendgruppen  von Vereinen oder Auszubildende eines Betriebes beteiligen.

Umweltpreis - wer kann Vorschläge einreichen?

Jeder. Sind Sie der Meinung, ein Verein, eine Schulklasse, eine Kindergartengrupppe oder Ihr Sohn oder Ihre Tochter haben sich besonders für unsere Umwelt eingesetzt, so schlagen Sie sie/ihn vor. Haben Sie sich selbst um bedrohte Tierarten gekümmert oder haben Sie ein Biotop angelegt oder viele Bäume gepflanzt, dann bewerben Sie sich um den Umweltpreis der Stadt Alzenau.
Umweltpreis-Vorschläge: Was, bis wann, wohin?
Senden Sie bitte Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag an die Umweltabteilung der Stadt Alzenau, Brentanostr. 3, 63755 Alzenau. Bitte fügen Sie, um die Beurteilung zu erleichtern, Beschreibungen, Fotos, Pläne, Karten oder Skizzen bei. Einsendeschluß ist der 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der Preis ist ein umweltbezogener Sachpreis in Höhe von 500,-- €. Über die Preisvergabe entscheidet - unter Ausschluß des Rechtsweges - der zuständige Ausschuss des Alzenauer Stadtrates.