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Mittelaltermarkt beim Alzenauer Stadtfest 2017
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Großes Mittelalterspektakel an der Kahlaue

Von Freitag bis Montag erleben die Besucher des Alzenauer Stadtfestes an der Kahlaue, angrenzend an das Weindorf, das mittelalterliche Marktgeschehen. Verschiedene Händler bieten Ihnen ihre Waren an. Neben dem Marktgeschehen findet auch ein großes Lagerleben statt.

Großes Mittelalterspektakel an der Kahlaue

Lager-Romantik

Am Lagertreiben der Wikinger und Hochmeister Deutsch Orden wird Geschichte gelebt. Die Besucher können förmlich den Zeitsprung fühlen. Stimmungen, die bezaubern, entrücken und den Besucher in ihren Bann ziehen. Scheuen Sie sich nicht, den Lagertruppen über die Schulter zu schauen. Die Musiker ziehen über den Markt und nehmen Sie auf eine musikalische Zeitreise mit.

Lager der Wikinger

Das Lager der Wikinger präsentieren die Markwölfe, eine kleine Gruppe, hauptsächlich aus Aschaffenburg und Umgebung, die sich dem Reenactment bzw. Living History und dem sogenannten Combat Reenactment für Western bzw. Historical European Martial Arts (HEMA) verschrieben hat. Der eigentliche Kern ihres Hobbys ist das möglichst authentische Darstellen vergangener Epochen, im Falle der Markwölfe des europäischen Frühmittelalters. Hierzu bedienen sie sich Rekonstruktionsmethoden, die ähnlich auch in der experimentellen Archäologie Anwendung finden. Sie fertigen Kleidung und Gegenstände anhand von Quellen (Funde, zeitgenössische Darstellungen, Schriftquellen) nach Möglichkeit selbst an oder beziehen diese von Handwerkern, die nach solchen Quellen arbeiten. Sie sind stets bestrebt sich immer weiter zu entwickeln. Von dem gekauften oder von Hand selbst genähten Kleidungsstück aus authentischen Textilien über mit natürlichen Substanzen gefärbte Stoffe bis hin zu selbst geschmiedeten Waffen und Rüstungsteilen. Wo immer es möglich ist, versuchen sie dabei auch mit rekonstruierten, zeitgenössischen Werkzeugen und Arbeitsmethoden vorzugehen.

In der Gruppe werden unter anderem Holz- und Lederarbeiten angefertigt, sie nähen und färben viele Kleidungsstücke selbst und auch geschmiedete Werkzeuge und Waffen werden in der Gruppe hergestellt. Daneben werden die rekonstruierten Techniken des Nadelbindens (Nålbinding), eines frühen Vorgängers des modernen Strickens, sowie des Brettchenwebens zum Herstellen von Zierborten von einigen Markwölfen ausgeübt.

Großes Mittelalterspektakel an der Kahlaue: Programmübersicht

Lager des Hochmeister Deutsch Orden

Bereits 1118 existierte der Deutschorden im Heiligen Land, wo er im Zusammenhang mit den Kreuzzügen gegründet wurde. Jedoch war es zu diesem Zeitpunkt nur eine Spitalpflege-Bruderschaft. Als Ritterorden wurde er erst 1198 „neu“ gegründet und strukturiert. Sein offizieller Gründungsname ist: Frates domus hospitalis Sanctae Mariae Theutonicorum Jerosolymitani (Brüder vom Hause des St. Marien Hospitals der Deutschen in Jerusalem).
Der Deutsche Orden zog sich nach Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Dt. Nation 1809, durch Napoleon I. in die österreichischen Gebiete zurück und wirkt noch heute dort. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks kehrte auch der Orden wieder mehr in den westlichen Raum zurück, um hier wieder seine ursprünglichen karitativen Aufgaben zu erfüllen.

Der Hochmeister Deutsch Orden ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der sich der Präsentation des Hohen Mittelalters, 13. Jahrhundert, verschrieben hat. Der Orden hat am meisten durch falsche Darstellungen von ideologisch beeinflussten Historikern, vor allem in der Zeit von 1920 bis heute, schwer gelitten. Er wurde von den Nazis missbraucht, um deren Ostpolitik zu rechtfertigen und heute meidet man das Wort „Deutsch“ im Ordensnamen.

Der Orden hat einen Landstrich kultiviert, Städte gebaut und Stadtrechte verliehen, verarmten Bauern Land gegeben und eine Infrastruktur geschaffen, deren Auswirkung heute noch in Polen spürbar ist und genutzt wird. Der Orden hat in ca. 250 Jahren im Preußenland fast 100 Städte und etwa 1000 Dörfer mit ihren Pfarrkirchen gegründet, Burgen, die eine Synthese aus Kloster und Befestigung waren, errichtet und damit eine reiche Architekturlandschaft geschaffen.

Der Orden möchte das Mittelalter leben und erleben: Durch experimentelle Darstellung. Sie versuchen die Ausstattung so nah wie möglich an Originalen zu orientieren, auch wenn dies nicht immer realisierbar ist. Sie versuchen auch die Ausrüstung selbst herzustellen und die damit gewonnenen Erfahrungen mit anderen Gruppen auszutauschen. So wurde bei einer Mittelalterveranstaltung im Mai 2008 in München vom Bayerischen Fernsehsender eine Reportage in ihrem Lager gedreht, in der auch ein bekannter Historiker um seine Meinung zum Lager gebeten wurde und dieses als „historische Korrekt“ einstufte.




Kontakt

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Telefon06023 502-120
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