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11.07.2019

Die Initiative »Stadtgrün« - Eine Vision wird zur Realität

Bereits im Herbst 2018 wurde die auf Bürgermeister Dr. Alexander Legler zurückgehende Initiative im Rahmen einer öffentlichen Sitzung dem Stadtrat sowie der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem Projekt soll nicht nur an die Bayerische Gartenschau 2015 „Natur in Alzenau“ angeknüpft werden. Sie versteht sich vor allem als weiterer Beitrag der Stadt Alzenau zum Schutz unserer Natur, der Artenvielfalt sowie des Klimas. Im Einzelnen wurden, werden und sollen mit der Initiative „Stadtgrün“ Maßnahmen zur Schaffung weiterer Grünflächen, z.B. durch Entsiegelungen sowie zur Aufwertung und Umgestaltung bestehender Grünanlagen in der Stadt umgesetzt werden.

Die Stadt Alzenau als „Bayerische Gartenschaustadt“ und „Stadt im Grünen“ sowie als viertgrößter kommunaler Waldbesitzer in Bayern ist sich immer schon ihrer besonderen Verantwortung für den Schutz von Natur und Umwelt bewusst. Mit der Gründung einer eigenen und bayernweit ersten Umweltabteilung im Jahr 1988 wurde seinerzeit die Bedeutung der Thematik auch institutionell unterstrichen. Gerade im Hinblick auf den sich lange schon vollziehenden Klimawandel, der einhergeht mit immer früher einsetzenden und länger anhaltenden Temperaturen und Trockenperioden, ist die weitere Begrünung urbaner Flächen hinsichtlich des Kleinklimas innerhalb Alzenaus - und selbstverständlich auch über die Stadtgrenzen hinaus - eine unverzichtbare Investition in die Zukunft sowie zugunsten nachfolgender Generationen. Mit der Initiative „Stadtgrün“ sollen auch private Grundstückseigentümer in die Umsetzung des Projekts miteinbezogen werden, mit der Bitte, im Rahmen des Machbaren Begrünungen und Entsiegelungen auch im eigenen Umfeld durchzuführen.

Die Stadt Alzenau hat innerhalb der Initiative seit Herbst 2018 folgende Flächen neu angelegt bzw. umgestaltet und mit zusätzlichem Grün versehen: Das Umfeld des Hauptbahnhofs Alzenau sowie die Ostseite der Tiefgaragenabfahrt am Burgparkplatz, eine Pflanzinsel an den Unterführungen Nähe Waldschwimmbad, Solitärbaumpflanzungen auf dem Friedhof Wasserlos und dem Alten Friedhof Alzenau mit der Anlage von kleinteiligen Pflanzflächen sowie gegenüber dem Anwesen Zieglerstraße in Albstadt. An den Verkehrsinseln Alzenauer Straße/Am Jüdischen Friedhof sowie Staatsstraße 2305/Industriestraße konnten die Flächen nach vorheriger Entsiegelung begrünt werden.
In allen Fällen wurden vorwiegend bienenfreundliche Rosen und Kleingehölze eingesetzt, ebenso klimatisch angepasste Baumarten (sog. „Klimabäume“. Die neu angelegten Flächen und Baumpflanzungen tragen zudem zur optischen Aufwertung des Stadtbildes bei, ein weiteres Ziel der Initiative „Stadtgrün“, die auch auf die Notwendigkeit von Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen aufmerksam machen soll.

Beginnend mit diesem Herbst sind folgende Projekte geplant bzw. angedacht:
• Entsiegelung und Begrünung mit Straßenbäumen in der Prischoßstraße zwischen Dr.-Ulrich-Platz und Heideweg sowie in der Hauckstraße, Hauckwaldstraße und Siedlungsstraße.
• Entsiegelung und Begrünung zweier Verkehrsinseln in der Burgstraße Höhe Schwedenstraße sowie im Mühlweg.
• Erneuerung des Baumbestandes mit sogenannten Klimabäumen in der Kaiser Rupprecht-Straße sowie Hanauer Straße zwischen Rathaus und Energie- versorgung Alzenau (EVA).
• Umgestaltung der Grünflächen an den Bildstöcken Am Alten Stein und Spessartstraße/Schulstraße in Michelbach.
• Wiederbegrünung mit Straßenbäumen und einhergehender Vergrößerung der Standflächen im Baugebiet Apfelgraben.
• Wegbegleitende Baumpflanzungen zwischen den Stadtteilen.

Bereits zuvor wurden zahlreiche Grünmaßnahmen umgesetzt, so z.B. im Zuge zusätzlicher Baumpflanzungen im Energiepark, durch die Neugestaltung des dortigen Eingangsbereichs mit Staudenbeeten, durch die Neuanlage eines Pflanzbeetes am Ortsausgang Kälberau in Richtung Michelbach oder durch Entsiegelungen von Verkehrsinseln an der Kreuzung in Michelbach sowie am Ortsausgang in Richtung Herrnmühle. An der Feuerwehr Alzenau wurden Entsiegelungen vorgenommen, ebenso vor der Kaiser-Rupprecht-Brücke und am Gerichtsplatz in Hörstein.

Sämtliche Maßnahmen, die immer auch nicht unerhebliche Investitionen erfordern, sind stets mit positiven und nachhaltigen Effekten verbunden in Bezug auf die Lebens- und Aufenthaltsqualität, die Verbesserung des Kleinklimas sowie insbesondere im Hinblick auf den damit verbundenen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt. Sowohl die bereits durchgeführten Maßnahmen als auch die damit verbundene Initiative sind als ein nachhaltiges Projekt anzusehen, für das um weitere Unterstützung durch die Öffentlichkeit, insbesondere auch durch Private und die Wirtschaft geworben wird. Die Stadt Alzenau bietet hierzu gerne Tipps und Hilfestellung an und bedankt sich für die vielfach bereits engagiert geleistete Unterstützung zum Schutz unserer Umwelt, zuletzt durch die Übernahme von 132 Blühpatenschaften oder im Rahmen eigener Begrünungsmaßnahmen sowie der Teilnahme an der Aktion „Sauberer Landkreis“ und der alljährlichen Aktion „Bürger pflanzen Bäume“, bei der seit 1994 insgesamt 263 Bäume durch Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt neu gepflanzt werden konnten. Unser Dank geht ausdrücklich auch an die Landwirtschaft, unsere Winzer und Brenner sowie die Obst- und Gartenbauvereine unserer Stadt und ebenso an alle Vereine, Initiativen und weitere Akteure, die sich dem Schutz unserer Natur und Landschaft verschrieben haben.

Am 26. Juni 2019 fand im Kulturforum zu diesem Thema die Klima-Bürgerwerkstatt statt. Im Vordergrund der Veranstaltung stand der gegenseitige Austausch zur weiteren Umsetzung von Klima- und Umweltschutzprojekten in der Stadt Alzenau auf der Grundlage des bereits im Jahr 2011 beschlossenen städtischen Klimaschutzkonzeptes sowie der 2018 seitens der Stadt ins Leben gerufenen Initiative „Stadtgrün“ und der Gemeinschaftsaktion „Alzenau summt!“. Vorgestellt wurden aktuelle Projekte und geplante Maßnahmen. In der anschließenden Diskussion ergaben sich weitere Themen und Vorschläge aus der Bürgerschaft, deren Realisierung nun geprüft wird.


 

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