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Die Fraunhofer-Projektgruppe IWKS in Alzenau © K Dobberke
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Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS

Das Fraunhofer IWKS forscht seit 2011 am Standort Alzenau und Hanau mit dem Ziel, endliche Ressourcen aus einem Produktkreislauf zurück- und in einen neuen zu überführen. Dazu entwickelt das Fraunhofer IWKS innovative Technologien und Verfahren mit den Schwerpunkten Digitalisierung der Ressourcen, Bioökonomie, Energiematerialien und Magnetwerkstoffe. 

Mit einem Forschungsteam aus rund 100 Mitarbeitenden aus den Fachbereichen Umweltmanagement, Verfahrenstechnik, Materialwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, (Mikro-)Biologie, Ökotrophologie, Chemie und Physik setzt das Fraunhofer IWKS auf einen interdisziplinären Forschungsansatz. Da die Region über naturwissenschaftlich, materialwissenschaftlich und ingenieurtechnisch ausgerichtete Universitäten und Hochschulen verfügt, wurde mit dem Fraunhofer IWKS ein Zentrum eines Kompetenznetzwerkes für Ressourcenstrategie, Wertstoffkreisläufe und Substitution entwickelt, womit auch eine strukturelle Stärkung der Forschungslandschaft erreicht werden soll.

Forschungsschwerpunkte des Fraunhofer IWKS

Das Forschungsteam im Bereich Digitalisierung der Ressourcen arbeitet an intelligenten und nachhaltigen Lösungen für ein Stoffstrommanagement zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Dabei werden innovative und unternehmensspezifischer Stoffstrom-, Abfall- und Ressourcenmanagement-konzepte entwickelt. Ebenso steht die Entwicklung neuartiger Verwertungskonzepte sowie die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien für Recyclingprozesse und Aufbereitung bestimmter Wertstoffe, wie z. B. seltene Metalle aus Alt-Mobiltelefonen, im Fokus der Forschungsarbeiten.

Der Bereich Bioökonomie beschäftigt sich mit der Wertstoffrückgewinnung und Schadstoffbeseitigung aus Abwässern, Aschen, Biomasse, Schlämmen sowie der Gewinnung von bio-basierten Fasern aus Nebenprodukten und Prozessabfällen der Lebensmittelindustrie (u. a. für biobasierte und bioabbaubare Kunststoffbeschichtungen). Ebenso ist die Bindung von CO2 als Carbon Nanotubes bei der Wasserstoffherstellung aus Biomasse ein wichtiges Forschungsfeld.

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am Fraunhofer IWKS arbeiten darüber hinaus an dere Entwicklung von Recyclingprozessen, Produktionsverfahren und Substituten für strategische Energiematerialien. Hier steht die Entwicklung effizienter Rückgewinnungsverfahren für kritische Materialien im Bereich Batterien, PV-Module und Beleuchtung sowie alternativer Lösungen zur Substitution herkömmlicher Materialien im Fokus der Forschung.

Das Forschungsteam im Bereich Magnetwerkstoffe untersucht und entwickelt Lösungen für die Synthese und das Recycling von Hochleistungspermanentmagenten im Technikumsmaßstab. Dabei entwickeln die Forschenden Recyclingstrategien und -technologien für End-of-Life-Magnete sowie für Produktionsabfälle und die Substitution kritischer Elemente (insbesondere Seltene Erden). Ein wichtiges Einsatzfeld ist der 3D-Druck von Magneten aus Rezyklatmaterial.

Mit der Gründung des am Fraunhofer IWKS angesiedelten Zentrums für Demontage und Recycling für E-Mobilität (ZDR-EMIL®) 2020 sowie des Wasserstoff-Leistungszentrums „Green Materials for Hydrogen“ (GreenMat4H2) 2021 wurden wichtige Impulse für die Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit von Rohstoffen und Ressourcen für die Energiewirtschaft von morgen gesetzt.

Weitere Informationen: www.iwks.fraunhofer.de




Kontakt

Frau Prof. Dr. Anke Weidenkaff
Brentanostraße 2a
63755 Alzenau

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