
Im Weinort Michelbach, einem Stadtteil von Alzenau, befindet sich nahe der Kreuzungen der Staatsstraßen 2305 / 2444 ein zweigeschossiges barockes Schloss, ein ehemaliges Wasserschloss. Doch ist von der alten Anlage lediglich ein Mauerkern erhalten.
Der Schlossbesitzer Freiherr von Wrede ließ um 1700 den kleinen Landsitz in die uns heute bekannte Form bringen. Mehrfach wechselten die Besitzer, bis im Jahr 1862 der Frankfurter Ratsherr David Domer das Schlösschen mit 26 Räumen erwarb und sanieren ließ.
Die Familien Domer und Hendschel aus Frankfurt nutzten das Schlösschen als Sommer-Landsitz. 1930 kaufte die Gemeinde Michelbach das Gebäude und überließ es ab 1949 der Kirchengemeinde zur Nutzung, zeitweise als Altenheim, bis 1980. In den 80er und 90er Jahren präsentierte der Heimat- und Geschichtsverein Alzenau im Erdgeschoss eine heimatgeschichtliche Ausstellung.
Nach der umfangreichen Renovierung dient das Schlösschen Michelbach seit September 2006 der Stadt als Veranstaltungsort und beherbergt das Museum der Stadt Alzenau, ein Regionalmuseum unter dem Motto “Streifzüge durch eine Grenzregion” sowie einen Raum für Wechselausstellungen.








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