Infotafel zum Eichenherkunftsversuch im Unterwald aufgestellt
Der Forstbetrieb der Stadt Alzenau wird stark vom Klimawandel geprägt – die stetig steigende Jahres-Durchschnittstemperatur, lange Hitzeperioden im Sommer, vor allem aber auch die Frühjahrstrockenheit stellen eine große Herausforderung dar.
Um den Einfluss der Herkunft von Baumarten auf die Widerstandsfähigkeiten gegen den Klimawandel zu prüfen, wurden im Rahmen eines Eichenherkunftsversuchs im März 2024 auf einer Fläche von 0,86 Hektar im Alzenauer Unterwald, Abt. Neufeld, ca. 2.800 Eichenpflanzen verschiedener Herkunft eingepflanzt. Die gepflanzten Eichenarten sind die Zerreiche (Quercus cerris), die Ungarische Eiche (Quercus freinetto) und die Flaumeiche (Quercus pubescens) sowie die deutsche Stieleiche als Vergleich.
Der Versuch wurde beim Waldbegang des Stadtrates im Jahr 2024 vorgestellt und es wurde ebenfalls öffentlich darüber berichtet.
Das Projekt wird begleitet vom Bayerischen Amt für Waldgenetik aus Teisendorf, das unter anderem die Kosten für Zaunmaterial und -bau, das Mulchen der Fläche, die Pflanzung und das Material für die Bewässerung übernimmt.
Das Versuchsprojekt wird seitens der Stadt Alzenau von Bernd Handlbichler, Leider Abteilung Umwelt, Forsten, Gartenbau, und seinem Mitarbeiter Sven Bischoff betreut.
Am Dienstag, 20. Mai 2025, besuchten Randolf Schirmer und Rebekka Stüwe vom Bayerischen Amt für Waldgenetik die Versuchsfläche, um sich ein Bild vom Anwuchsverhalten und der Entwicklung der Saaten zu machen.
Im Rahmen des Besuchs wurde außerdem an der Fläche eine Tafel aufgestellt, die umfassende Informationen über den Herkunftsversuch und die Flächenanlage bietet.
