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Sanierung der historischen, denkmalgeschützten Ringmauer im Stadtteil Hörstein

Die Ringmauer im Stadtteil Hörstein stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und bildet eine historische Ortsbefestigung, die in Teilen noch gut erhalten und deutlich erkennbar ist. Sie steht unter Denkmalschutz und befindet sich im Eigentum der Stadt Alzenau – allerdings beschränkt sich dieses Eigentum ausschließlich auf die Fläche der Mauer selbst. Beidseitig schließen überwiegend private Grundstücke an. In einigen Gärten stehen Nebengebäude direkt an der denkmalgeschützten Mauer und vielerorts wachsen Pflanzen entlang der Mauer und dringen in deren Struktur ein.

In Teilbereichen konnte das Baudenkmal schon saniert werden. Zuletzt wurde auf Ersuchen der Anwohnerinnen und Anwohner der Wasserloser Str. 3 ein ca. 12 m langer Teilabschnitt nach historischem Vorbild repariert. Beim Rückschnitt von Sträuchern war dort vom Eigentümer festgestellt worden, dass die Ringmauer in schlechtem Zustand war: Efeu war in die Mauer eingewachsen, die Mauerkrone war zerstört und in einigen Bereichen war Mörtel ausgebrochen. Der erforderliche Sanierungsumfang wurde durch die Bauverwaltung ermittelt, die Maßnahme selbst mit den Denkmalbehörden abgestimmt und Fördergelder beantragt. Der Steinmetz Thomas Stein aus Westerngrund sanierte den betroffenen Teilbereich fachmännisch und nach historischem Vorbild. Dabei wurden die beschädigten Teile der Ringmauer zurückgebaut, gereinigt und wiederaufgebaut. Die Mauerkrone wurde satteldachartig wiederhergestellt, damit Regenwasser nun besser ablaufen kann.


Die Maßnahme kostete insgesamt rund 15.000 Euro und wurde mit 6.000 Euro bezuschusst, davon 2.000 Euro von der Unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken und 4.000 Euro vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Den Fördergebern sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.

Die Ringmauer erstrahlt in dem sanierten Teilbereich nun wieder wie in ihren besten Zeiten. Nachdem diese Maßnahme so positiv verlaufen ist, wird die Stadt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und nach einer Prioritätenliste mittelfristig weitere Teilbereiche der Ringmauer sanieren. Dabei ist sie auf die positive Mitwirkung der angrenzenden Grundstückseigentümer angewiesen und bittet schon jetzt um entsprechende Unterstützung.

Da die Sanierung und dauerhafte Erhaltung der historischen und stadtbildprägenden Maueranlage mit hohen Aufwendungen verbunden ist, beabsichtigt die Verwaltung der Stadt Alzenau zukünftig auch interessierten Bürger in Form von Workshops und Community-Events die Möglichkeit zu geben, sich in die Erhaltung des kulturellen Erbes der Stadt und des Stadtteils einzubringen. Für mehr Informationen können sich Interessierte gerne an die untere Denkmalschutzbehörde (E-Mail: staedtebau@alzenau.de) wenden.

 

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21.10.2025