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27.04.2015

Offizielle Einweihung der Grundschule in Alzenau-Hörstein

"Manchmal muss ich mich noch zwicken, um zu spüren, dass ich nicht träume", sagt Tanja Pandrea, die Leiterin der Grundschule Hörstein, bei der Einweihung am Freitag, 24. April. Neben Liedern, Reden, einer Theateraufführung und dem Segen der Pfarrer Dariusz Kowalski und Johannes Oeters wurde das neue Schulgebäude offiziell seine Bestimmung übergeben, nachdem die 172 Schülerinnen und Schüler bereits im Januar 2015 in die neuen Räume gezogen sind.

Nach umfangreichen Bestandsuntersuchungen und Überprüfung der statischen Voraussetzungen für eine mögliche Aufstockung wurde festgestellt, dass die ursprünglich beabsichtigte Generalsanierung des bestehenden Gebäudes der Grundschule Hörstein keine wirtschaftliche Lösung darstellt. Mit Beschluss des Stadtrates vom 5. Mai 2011 wurde somit von einer Generalsanierung des Gebäudes abgesehen und stattdessen die Entscheidung für einen Neubau getroffen. Zur Vergabe der Architektenleistungen wurde mit der EU-Bekanntmachung am 3. August 2011 ein europaweites VOF-Verfahren eingeleitet. Als Sieger aus dem Verfahren ging das Büro Voigt + Herzig aus Darmstadt hervor. Das Architektenbüro wurde mit Beschluss des Stadtrates vom 27. Oktober 2011 für die Planung des Neubaus beauftragt.

Um die Wünsche und Anregungen aller Betroffenen in die Neuplanung aufnehmen zu können, wurde eine Projektgruppe aus Vertretern der Schule und des Stadtrates gebildet. Diese war während der gesamten Planungs- und Ausführungsphase in alle Prozesse eingebunden. So wurden beispielsweise Farben, Materialien, Oberflächen und Möbel bemustert und gemeinsam ausgewählt.

Der Neubau umfasst den Bau von sieben Klassenräumen mit Nebenräumen, einen Mehrzweckraum, einen Werkraum mit Nebenraum, Pausenhalle, Verwaltungstrakt, Sanitärtrakt, Hort mit zwei Gruppenräumen und Gruppennebenraum, einen Raum für die Mittagsbetreuung, Küche und Speisesaal sowie Hausmeister- und Technikräume. Das ca. 57 m lange und 26 m breite zweigeschossige Gebäude bietet somit eine Bruttogrundfläche für den Schulbetrieb von rund 1860 m² und für den Hortbetrieb von rund 424 m².

Die geplanten Gesamtkosten für den Neubau einschließlich der Außenanlage und des Mobiliars lagen bei ca. 5.300.000,00 €. Die Förderung durch die Regierung von Unterfranken beträgt gemäß den Zuwendungsbescheiden vom 22. Januar 2013 für die Schule voraussichtlich 1.300.00,00 € und für den Hort 360.000,00 €, insgesamt somit 1.660.000,00 €. Die tatsächlichen Baukosten belaufen sich auf ca. 4,9 Mio €. Die Kostenersparnis ist hauptsächlich durch die günstige Fertigung des Rohbaus in Betonbauweise bedingt.

Mit dem Spatenstich am 21. Juni 2013 wurde der Startschuss für den Neubau der Grundschule gegeben. Der Rohbau, der in Betonbauweise entstanden ist, konnte daher in einer Bauzeit von fünf Monaten fertig gestellt werden. Darauf folgten die Ausbaugewerke sowie die Dachabdichtung und Fassadenverkleidungen. Die Pflanzarbeiten an der Außenanlage wurden im März 2015 abgeschlossen. Während der rund 19-monatigen Bauphase konnte der Unterricht in den vorhandenen Gebäuden wie gewohnt abgehalten werden. Nach Fertigstellung des Neubaus im Dezember 2014 wurde der Schulbetrieb am 7. Januar 2015 in den neuen Räumlichkeiten aufgenommen.

Das gesamte Gebäude wurde behindertengerecht eingerichtet. Die Zugänge im Erdgeschoss sind barrierefrei, das Obergeschoss ist über einen Aufzug erreichbar. Ein behindertengerechtes WC ist im Erdgeschoss an den WC-Anlagen angegliedert. Der Hortbereich ist im Gebäude integriert, so dass sich eine gemeinsame Nutzung der WC-Räume sowie des Mehrzweckraums für den Schul- und Hortbetreib bietet. Der Mehrzweckraum ist flexibel nutzbar und lässt sich dank einer mobilen Trennwand in zwei Räume teilen.

Es wurde ein Grundrisskonzept verwirklicht, das die besondere Art des pädagogischen Unterrichts unterstützt. Durch die Anordnung und Größe der Räume ist ein flexibles, vielfältiges Lernumfeld der Schüler möglich. Alle Klassenräume sind mit zuschaltbarem WLAN ausgestattet. Die Schule hat außerdem einen Klassensatz i-Pads erhalten und kann somit in jeder Klasse flexibel mit den Geräten arbeiten. In vier Klassenräumen wurden Smartboards eingebaut und in einer Klasse ein E-Screen.

Die haustechnische Wärmeversorgung läuft über ein modernes und effizientes Blockheizkraftwerk mit Gaskesselunterstützung. Zur Energieeinsparung sind die Fenster mit Kontakten ausgestattet, die beim Öffnen die Heizung im Raum automatisch ausschalten. Dem Solarverein Alzenau wurde die Dachfläche für eine Photovoltaik-Anlage zur Verfügung gestellt. Ein Teil der daraus gewonnenen Energie wird in Batterien gespeichert und kann von den Nutzern bei Bedarf abgerufen werden.

Die neu gestaltete Außenanlage wurde mit einer Reihe neuer Spiel- und Bewegungsgeräte ausgestattet. Diese sind mit verschiedenfarbigen Fallschutzbelägen als Spielpunkte eingebaut und lockern somit die Pausenhoffläche auf. Im Böschungsbereich wurde eine Hangrutsche eingebaut. Weiterhin wird ein Bolzplatz angeboten, der die Möglichkeit für Ballspiele auf der grünen Wiese bietet.

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