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02.10.2014

Stadtbibliothek: Manfred Fuchs übergibt Führungsstab an seine Nachfolgerin Christl Huber

Seit dem 1. September ist Bibliotheksoberinspektorin Christl Huber offiziell neue Leiterin der Stadtbibliothek Alzenau. Am 15. September wurde sie im Rahmen einer Feierstunde offiziell von Bürgermeister Dr. Alexander Legler in ihr neues Amt eingeführt. Die gebürtige Alzenauerin folgt damit dem langjährigen Leiter der Einrichtung Manfred Fuchs, der Anfang September in den Ruhestand trat und bei der gleichen Veranstaltung verabschiedet wurde.

Der Rathauschef würdigte ausführlich den engagierten Einsatz von Manfred Fuchs für die Stadtbibliothek, um die er sich in vielfacher Hinsicht verdient gemacht habe.

Manfred Fuchs hatte die neu errichtete Bibliothek am damals neu gestalteten Marktplatz seit ihrer Eröffnung im Juni 1986 an hauptverantwortlicher Stelle geleitet. Seine Tätigkeit bei der Stadt Alzenau hatte er drei Monate zuvor, am 1. März 1986 aufgenommen. Nach seinem Studium war Diplom-Bibliothekar Manfred Fuchs zuvor zunächst rund ein Jahr in der Bibliothek der Medienzentrale im Evangelischen Pressehaus Stuttgart tätig. Von dort wechselte er zur Staatlichen Beratungsstelle für Öffentliche Büchereien in Würzburg. Fünf Jahre wirkte Manfred Fuchs dort und war u. a. für die Neugründung und Erweiterung von öffentlichen Bibliotheken zuständig.

In Alzenau existierte damals, unter ehrenamtlicher Führung, lediglich eine kleinere öffentliche Bibliothek in der ehemaligen Hauptschule, der heutigen Karl-Amberg-Mittelschule. Die neue Stadtbibliothek am Marktplatz startete mit zunächst 13.000 Medieneinheiten. Der heutige Medienbestand von rund 47.000 Einheiten belegt beispielhaft, welche rasante Entwicklung die Stadtbibliothek unter Manfred Fuchs genommen hat. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen trägt sie alljährlich maßgeblich zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt bei. In den Statistiken belegt die Einrichtung seit Jahren Spitzenplätze im Ranking vergleichbarer Kommunen.

Im Jahr 2013 wurde der bayerische Kinderbibliothekspreis an die Stadtbibliothek Alzenau verliehen. Auch neue Formen der Bibliotheksnutzung nahm Manfred Fuchs als Herausforderung an. Seit mehreren Jahren ist die Stadtbibliothek an der sogenannten Franken-Onleihe beteiligt. Die durchschnittliche Ausleihe an elektronischen Medien in diesem Verbund liegt bei jährlichen 200.000 Entleihungen. Die Gesamtzahl der Entleihungen der Stadtbibliothek Alzenau bewegte sich ebenfalls stets auf überdurchschnittlichem Niveau. In den annähernd drei Jahrzehnten, in denen Manfred Fuchs die Stadtbibliothek leitete, habe ihn nicht nur sein Dienstherr, sondern vor allem auch die Besucher und Nutzer als aufrichtigen, verantwortungs- und pflichtbewussten sowie zuverlässigen Einrichtungsleiter geschätzt, sagte der Bürgermeister in seiner Laudatio.

„Wir wünschen Manfred Fuchs alles Gute für seinen wohlverdienten Ruhestand und die Zeit, dass er seinem geliebten Hobby, der Musik, nachgehen kann“. Als Abschiedsgeschenk überreichte Dr. Legler an Manfred Fuchs und seine Frau Helga zwei Dauerkarten für die nächstjährige Gartenschau „Natur in Alzenau“. Große Wertschätzung der Arbeit und des Menschen Manfred Fuchs war auch den Abschiedsworten der Mitarbeiter zu entnehmen, die ihn als angenehmen Chef lobten, mit dem man stets sehr vertrauensvoll zusammengewirkt habe. Im Namen der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in Bayern bedankte sich deren Leiter, Ralph Deifel, für die jahrelange, konstruktive Zusammenarbeit bei Manfred Fuchs, der immer besonders kreativ und offen gewesen sei und seinen Nachnamen nicht zu unrecht trage. Schließlich habe er immer gewusst, wo und wie er die Hebel ansetzen müsse, um für „seine Bibliothek“ die optimale Förderung herausschlagen zu können. Manfred Fuchs seinerseits bedankte sich für alle anerkennenden Worte, zeigte sich bewegt davon, das seine „Frauschaft“ – mit ihm verlässt der einzige Mann das Bibliotheksteam – die Bibliothek auch in seinem Sinne weiterentwickeln und neue Akzente setzen werde.

Durch das „bekannte Gesicht“ Christl Huber ist sozusagen ein nahtloser Übergang in der Leitungsposition gewährleistet. 1986 begann Huber ihre Ausbildung zur Bibliotheksassistentin in der Stadtbibliothek Alzenau. Diese Ausbildung war damals stark wissenschaftlich geprägt und beinhaltete längere Stationen in München und an der Universitätsbibliothek Würzburg. 1988 wurde Christl Huber von der Stadt Alzenau als Beamtin übernommen. Heute trägt Christl Huber, die seit drei Jahren als stellvertretende Leiterin agiert, den Titel Bibliotheksoberinspektorin. Da sie in den vergangenen Jahren bereits stets in wichtige Entscheidungen eingebunden war, war die Nachfolgeregelung für die Stadt Alzenau kein großes Problem: „Bei Frau Huber ist dieses Haus in guten Händen. Wir kennen sie und schätzen ihre Arbeit“, so Dr. Legler.

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