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27.09.2016

Schnelles Internet für Alzenau, die Stadtteile Albstadt, Wasserlos, Kälberau und Michelbach sowie die Industriegebiete Nord und Süd

Die Stadt Alzenau hat den Auftrag für den Internet-Ausbau in der Kernstadt, in den Stadtteilen Albstadt, Wasserlos, Kälberau, Michelbach sowie in den Industriegebieten Nord und Süd nach vorausgegangenem Ausschreibungsverfahren an die Deutsche Telekom übergeben.

Weitere rund 3.900 Haushalte können dann Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) nutzen. In den Industriegebieten Nord und Süd werden bis zu 100MBit/s erreicht. Die Telekom wird dazu rund 60 Kilometer Glasfaser verlegen und 29 Multifunktionsgehäuse sowie 21 Glasfasernetzverteiler neu aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Das neue Netz wird im dritten Quartal 2017 so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Stadt Alzenau und die Deutsche Telekom haben dazu am Montag die vertraglichen Vereinbarungen getroffen.

Weil der Ausbau vom Freistaat Bayern bezuschusst wird, musste zunächst von der Stadt Alzenau, begleitet vom Beratungsbüro Dr. Först Consult Würzburg, ein Verfahren gemäß der Richtlinie zur Förderung des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen durchgeführt werden. Dieses mehrstufige Prozedere war im Dezember 2014 mit der Bestandsaufnahme sowie der Markterkundung eröffnet worden, deren Ergebnis im September 2015 feststand. Unmittelbar darauf folgte das eigentliche Auswahlverfahren, das im April dieses Jahres mit dem Vergabebeschluss durch den Stadtrat zum Abschluss gebracht werden konnte. Nach Bekanntmachung des Ergebnisses stellte die Stadt Alzenau Anfang Juni bei der Regierung von Unterfranken den entsprechenden Zuschussantrag. Ende August ging die Genehmigung der Regierung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn ein. Die Wirtschaftlichkeitslücke beträgt bei dem Gesamtprojekt rund 950.000 €, zu deren Finanzierung ein staatlicher Beitrag von 570.000 € erwartet wird. Den Rest, etwa 380.000 €, muss die Stadt Alzenau leisten. Die Telekom investiert insgesamt über 3 Mio. € in das Projekt.

Im Stadtteil Hörstein wurde das Breitbandnetz bereits in den letzten Monaten von der Energieversorgung Alzenau (EVA) mit Glasfasertechnik aufgerüstet. Nach Beendigung von Restarbeiten werden den Kunden dort bereits in Kürze Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Die EVA hat hierfür rund 340.000 € investiert.

„Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom“, sagt Bürgermeister Dr. Alexander Legler. „Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So sichert sich unsere Stadt einen digitalen Standortvorteil und wird als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver.“

„Wir danken der Stadt Alzenau für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagen Peter Flory, Regio Manager Infrastrukturvertrieb Süd und Klaus Markert, Projektleiter Technik der Deutschen Telekom. „Wir versorgen Alzenau und die Stadtteile Albstadt, Wasserlos, Kälberau und Michelbach sowie die beiden Industriegebiete mit der neuesten Internet-Technik“.

So läuft der Ausbau

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Der Ausbau dauert in der Regel zwölf Monate. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse nutzen.

So kommt das schnelle Netz ins Haus 

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Wegen ihrer vereinzelten Lage im Stadtgebiet und der damit verbundenen technischen Anforderungen wurde für 203 Gebäude im Rahmen des Ausbaukonzepts eine Sonderlösung vereinbart. Hier endet das Glasfaserkabel nicht im MFG am Straßenrand, sondern hier wird die Glasfaser bis in die Häuser (bis zu 200 MBit/s) gezogen. Damit das möglich ist, müssen die Hauseigentümer eine Einverständniserklärung unterschreiben. Die Eigentümer werden von der Telekom direkt kontaktiert, sobald die Stadt die notwendigen Kontaktdaten weitergegeben hat.

Kontakt

Diana Börner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hanauer Straße 1
63755 Alzenau

Telefon06023 502-103
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Melanie Eich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hanauer Straße 1
63755 Alzenau

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Dana Fleschhut
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hanauer Straße 1
63755 Alzenau

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